»Als ob die Krankheit nicht zuweilen gerade der einzig mögliche Ausdruck des wahren Selbst wäre.«

Alice Miller

Die transaktionsanalytische Psychotherapie wurde in den 1950er-Jahren von Eric Berne begründet und ist heute als tiefenpsychologisches wissenschaftliches Heilverfahren etabliert. Die Transaktionsanalyse wurde vor dem Hintergrund der Psychoanalyse und der Sozialpsychiatrie als eigenständige Psychotherapiemethode weiterentwickelt. Heute zeichnet sich die Transaktionsanalyse durch die Integration von tiefenpsychologischen (psychoanalytischen und individualpsychologischen), kognitiv-therapeutischen und gestalttherapeutischen Verfahren aus.

Mag. Barbara Steininger
Eric Berne

Die tiefenpsychologische Transaktionsanalyse geht davon aus, dass lebensgeschichtliche Erfahrungen strukturell in der Psyche verankert sind und das Erleben und Verhalten des Menschen im Hier und Jetzt prägen. Eine der Grundannahmen der Transaktionsanalyse ist dennoch die Fähigkeit des Menschen zur Veränderung. Das Behandlungsziel ist der ‚autonome Mensch‘, im Sinne einer möglichen, selbstverantwortlichen Änderung der Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster und psychosomatischen Symptome durch die Therapie. Die Therapie soll eine Symptomreduktion, aber auch eine strukturelle Veränderung der Persönlichkeit ermöglichen. Die Transaktionsanalyse hat dabei eine Fülle von Methoden und Techniken zur Behandlung von Leidenszuständen (neurotische, psychotische, psychosomatische Störungen sowie Persönlichkeitsstörungen) entwickelt.

 

Im Rahmen der Therapie befasst sich die Transaktionsanalyse zentral mit kommunikativen Austauschprozessen (Transaktionen) zwischen Menschen. Sie verbindet intrapsychische mit interpersonalen Vorgängen. Das Beziehungsgeschehen zwischen PatientIn und TherapeutIn wird als bedeutsam für die Heilung angesehen.